Über die Kirche
Die evangelisch-lutherische Gemeinde in Taschkent wurde 1877 unter der Leitung von A. Weinberg gegründet. Dank des Engagements der Gemeindemitglieder und der Unterstützung des Architekten A. L. Benois wurde 1881 der Entwurf für das Kirchengebäude erstellt und 1896 verwirklicht. Die im neugotischen Stil errichtete Kirche bot ursprünglich Platz für 110–120 Gemeindemitglieder. Der Bau wurde unter der Leitung des Ingenieurs W. S. Heinzellmann durchgeführt, der den Gemeinderat überzeugte, hochwertigen gebrannten Ziegel zu verwenden. Am 3. Oktober 1896 wurde das Gebetshaus von Pastor Julius Jürgenson geweiht. Das Hauptschmuckstück der Kirche ist das Altarbild „Kreuzigung Christi“ von Sally von Kügelgen. Die feierliche Neuweihe fand am 3. Oktober 1899 in Anwesenheit des Generalgouverneurs S. M. Duchowski statt.






Pastorin Ludmila Schmidt

Ludmila Schmidt ist die erste Pastorin der lutherischen Gemeinde in Taschkent. Sie leitet aktiv das geistliche Leben der Gemeinde, engagiert sich in karitativen und kulturellen Projekten und organisiert bedeutende religiöse Veranstaltungen. Pastorin Schmidt legt großen Wert auf den interreligiösen Dialog und arbeitet aktiv mit anderen Konfessionen und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen.

Besuchszeiten
  • Regelmäßige Sonntagsgottesdienste auf Russisch und Deutsch.
    📍 Adresse: Sadik-Azimov-Str. 37, Mirzo-Ulugbek-Bezirk, Taschkent.
    🕙 Jeden Sonntag um 10:00 Uhr ist unsere Kirche für alle geöffnet, die am Gottesdienst teilnehmen möchten.
  • Netzwerken: instagram.com/luthertashkent. Der Eintritt ist frei. Freiwillige Spenden können in einer Spendenbox am Eingang hinterlassen werden.
  • Es gibt keine strenge Kleiderordnung – der Besuch ist auch ohne Kopfbedeckung und in Hosen möglich. Dennoch bitten wir um respektvolle Kleidung, geeignet für Fotos, die Sie auch Ihrem Großvater zeigen würden :)
  • Private Aufnahmen (für Blogs, Familie etc.) sind erlaubt.
    Professionelle Shootings oder thematische Fotosessions bitte vorab über unser Instagram-Profil abstimmen.
Artist-run space „Kirche“

Artist-run space „Kirche“

DGT logo

Der in der lutherischen Kirche in Taschkent untergebrachte Raum dient als Labor für zeitgenössische visuelle Kultur, in dem der sakrale Ort mit moderner Kunst koexistiert.

Dies ist kein gewöhnlicher Ausstellungsraum, sondern eine lebendige Bühne, auf der Künstler die Grenzen zwischen Realität und ihrer Darstellung erforschen. Das Programm bewegt sich zwischen Medienkunst, Post-Dokumentarismus, Konzeptkunst und Landschaftsinstallationen und schafft Situationen, in denen der Betrachter nicht nur beobachtet, sondern anwesend ist.

Verwendete Medien:

  • Installationen aus industriellen Materialien (Metall, Beton, Baukunststoff, Sperrholz)
  • Klang als räumliche Skulptur (tiefe Brummtöne, Reverb)
  • Lichtarbeiten in Wechselwirkung mit der Architektur
  • Video- und Performanceelemente (statisches Dasein, Wiederholung, Stille)

Zentrale Thesen:

Wir stellen keine Objekte aus. Wir stellen die Spannung zwischen Objekten aus.

Meta – „Kreis“. Post – aufgeschobene Bedeutung.

Wir bieten keine Illusion der Antwort, sondern die Konzentration auf das Spannungsverhältnis.

Begrenzung als Bedingung des Sehens: Wir können den Horizont nicht überspringen, aber wir können lernen, Begrenzung als Sehbedingung zu betrachten.

Installation der Künstlerin Olesja Rybak „Die Musik der Kreuze“

Die Installation von Olesja Rybak ist dem sakralen christlichen Landschaftsbild von Taschkent gewidmet. Die Künstlerin arbeitet mit dem Raum als einem Erzähler, der nicht mit Worten spricht, sondern durch Formen und Rhythmen.


„Durch Grafik und Klang versuche ich, die visuelle Sprache heiliger Orte zu hören und hörbar zu machen – Orte, an denen verschwindende Präsenz materiell wird. Für mich ist das eine Möglichkeit, über Erinnerung, Verlust, Brüche und Verbundenheit zu sprechen – indem ich Kreuze in Partituren verwandle und die künstlerische Geste in eine Form des aufmerksamen Zuhörens. Ich arbeite mit Grafik und künstlicher Intelligenz, die Bilder und Zeiten vertont, die im kollektiven historischen Gedächtnis verblassen.“


Das Projekt vereint Beobachtung, Zeichnung und Klang. Es ist ein Versuch, das zu hören, was normalerweise verborgen bleibt – und zu spüren, wie die Vergangenheit leise in der Gegenwart weiterlebt.

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Open call
Offener Call für Künstler:innen, die mit industrieller Ästhetik, Wiederholung, räumlicher Leere, Text, Klang und Struktur arbeiten — bitte schreiben an:
Kunstmanager Filipp Korbat: @filippkorbat
Kurator Kirill Nevostruyev: @cyrusnouveau
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Kontakte
Tel: +998 90 990 25 16
Adresse: Sadyk Azimova, 37
Made on
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